Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Februar 2007

Psalmen in der Liturgie

Die Urgemeinde verstand die Psalmen als "Prophetie", als geistgewirktes Wort, dessen Aussage sich erst in der Geschichte Jesu erfüllt und das erst von daher bleibend gültig wird. Schon damals ist ein gewisser gottesdienstlicher Gebrauch anzunehmen. Formal wurden die Texte aber eher als Lesungen angesehen. Aus ihnen erwächst das Gebet. Mit der Zeit tritt neben die Funktion als "Lesung" auch diejenige des direkten Gebetswortes, in großer Freiheit der Wahl günstiger Texte. In der römischen Messe ist der älteste Ort des Psalmengebrauchs der gesungene Psalm zwischen den Lesungen.

Der Antwortpsalm

Auf die erste Lesung folgt der Antwortpsalm, der ein wesentliches Element des Wortgottesdienstes ist. Der im Lektionar vorgeschlagene Psalm soll mach Möglichkeit genommen werden, da er mit den Lesungen im Zusammenhang steht. Er ist zu verstehen als meditierende Antwort der Gemeinde auf die Lesung, soll das Bedenken der Heilstaten Gottes fördern und steht somit in der Tradition der synagogalen Gesänge zwischen den beiden Lesungen. Die ganze Gemeinde soll mit dem Kehrvers am Gesang teilnehmen. Das deutsche Messbuch fügt als Notlösung an, den Antwortpsalm durch einen anderen geeigneten Gesang zu ersetzen. Ein Ersatz wäre das Orgelspiel, welches auch einen Raum der Meditation über das Gehörte schaffen könnte. Noch anspruchsvoller wäre ein gefülltes Schweigen, das nur in kleinen Kreisen sinnvoll durchzuführen wäre und außerdem einer Anleitung bedürfte.

Pfarrer Richard Posch

PGR Wahl
Nach heutigem Stand haben sich erfreulicherweise 20 Frauen und Männer bereiterklärt, für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren. 8 von ihnen haben im gegenwärtigen Pfarrgemeinderat mitgearbeitet. Ich danke Ihnen für ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft, sich wieder den verschiedenen Herausforderungen, welche die Arbeit in diesem Gremium mit sich bringt, zu stellen. Ich danke aber auch jenen, die sich aus verschiedenen Gründen bewusst entschieden haben, nicht wieder zu kandidieren.

Asche - Aschermittwoch
Die Asche ist ein Zeichen für die Vergänglichkeit und Wertlosigkeit. Als Zeichen der Trauer und Buße, auch beim Bittgebet in der Not, bestreute man sich das Haupt mit Asche, ein Klagegestus, der auch bei anderen Völkern üblich war. Im alttestamentlichen Kult wurde die Asche einer roten Kuh in das Reinigungswasser gestreut.
Die christliche Liturgie hat die Bestreuung des Hauptes mit Asche - Zeichen der Nichtigkeit und Vergänglichkeit des Menschen - von altkirchlichen privaten Bußübungen in die Riten der öffentlichen Kirchenbuße übernommen. Seit dem 11. Jahrhundert empfangen am Aschermittwoch alle Gläubigen die geweihte Asche, ein Sakramentale (= von der Kirche liturgisch vollzogenes, den Sakramenten verwandtes heiliges Zeichen und symbolische Handlung) zur Heilung von den Sünden. Mit den Worten: "Bedenke, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst" werden wir daran erinnert, unserer eigenen Wichtigkeit Grenzen zu setzen.

Einkehrnachmittag
Zum Thema "Mysterium des Kreuzes" hält uns P. Leo Maasburg im Pfarrheim am 1. Fastensonntag (25.2.) um 16 Uhr im Pfarrheim einen Einkehrnachmittag. Eine Veranstaltung zum Jahresthema UNSER GLAUBENS-JA(HR)

Hl. Messe Pfarrgasse 4
Die Hl. Messe, welche etwa jeden Monat in der Kapelle der Pfarrgasse 4 gefeiert wird, beginnt ab heuer früher: Einlass ab 19.00 Uhr; Beginn 19.30 Uhr. Nächster Termin 16.2.

Lautsprecheranlage in der Spitalkirche
Dem vielfach ausgesprochenen Wunsch vieler (oft älterer) Gottesdienstbesucher entsprach es, auch in diesem Gottesdienstraum eine zeitgemäße Tonanlage der Firma Strässer zu installieren. Dieses Projekt wurde aus den Erlösen des Pfarrcafé im Pfarrtreff und einigen Privatspenden finanziert. Die Kosten betrugen etwa € 4300. Ich danke allen, die direkt und indirekt zum Gelingen dieses Vorhabens beigetragen haben.

Wallfahrt nach Mariazell
Es ist wieder soweit, wir gehen nach Mariazell. Am Freitag, 27. April gehen wir zu Mittag von Heiligenkreuz weg und kommen am Montag, 30. April nach Mariazell.
Wer hat Interesse mitzugehen?
Anmeldung bis 11. März bei Bärbl Metz (0664 2208954)
Zur Beantwortung von Fragen gibt's einen Informationsabend am 23. Februar um 19 Uhr 30 im Pfarrheim.
Eine Veranstaltung zum Jahresthema UNSER GLAUBENS-JA(HR)

Zu den Terminen vom Februar 2007 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 26-Apr-2012
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