Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Juli/August 2008

Pfarrer Richard Posch

Paulusjahr

Mit dem 29. Juni 2008 wurde in Rom feierlich das Paulusjahr eröffnet. Diese Eröffnung wurde von Benedikt XVI gemeinsam mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel und Vertretern anderer kirchlicher Gemeinschaften vollzogen.

Das Geliebtsein von Christus war der tragende Grund für diesen Menschen, so vieles an Beschwerlichkeiten auf sich zu nehmen für sein Anliegen, die befreiende Botschaft des Evangeliums auszubreiten. Gerade in einer Zeit einer gewissen Übersättigung und eines Relativismus kann dieser große Heilige, der die Rolle des Apostels neu definiert hat, für uns zum Schatzgräber der großen, Existenz-berührenden Wahrheiten unseres Glaubens werden.

Das kommende Arbeitsjahr unserer Pfarre wird durch verschiedene Veranstaltungen zum 2000. Geburtstag des Völkerapostels geprägt sein. Das genauere Programm wird im September vorliegen. Hier einige Punkte:

  • Gerade den Paulusbriefen (oft als Zweite Lesung!) soll an den Sonntagen in der Homilie besondere Aufmerksamkeit zukommen.
  • Das monatlich Bibelgespräch wird neu beginnen und sich an Grundthemen der Paulusbriefe orientieren.
  • Die Pfarr-Reise wird sich auf die Spuren des Apostels Paulus machen.
  • In einer Langen Nacht der Bibel wird ein Paulusbrief zur Gänze gelesen.
  • Im Ökumenischen Gespräch ist die Auseinandersetzung mit den Schriften des Apostels unverzichtbar. Sowohl die Ökumenische Bibelrunde (in der Pfarre Herz Jesu) als auch die Ökumenische Begegnung innerhalb der Gebetswoche für die Einheit der Christen werden unter dem Zeichen des "Apostels der Völker" stehen.

Pfarrer Richard Posch

Personalveränderungen

Mitte Juni wurde bekanntgegeben, dass Kaplan Andrzej Próchniak seinen Dienst in St. Othmar mit 31. August nach 3 Jahren beenden wird. Ab September wird er in der Diözese St. Pölten als Moderator die Leitung einer Pfarre (St. Josef in der Stadt St. Pölten) übernehmen. Die Möglichkeit, sich von ihm zu verabschieden wird es nach der Verabschiedungsmesse am Sonntag, dem 31. August um 10 Uhr in St. Othmar geben. Massimiliano Nanna, der als Seminarist im Pfarrhaus mitgelebt hat, wird an einem anderen (noch nicht festgelegten) Ort seine Ausbildung fortsetzen. Wir wünschen beiden an ihren neuen Einsatzorten Gottes Segen und viel Kraft.

Neuer Kaplan wird Goran Jovicic aus der in Nordserbien gelegenen Diözese Subotica. Er wurde 2004 zum Priester geweiht und hat bis jetzt in seiner Heimat als Kaplan gewirkt. Auch ihm wünschen wir einen guten Start - in St. Othmar.

Gemeindebefragung

Ich danke allen für ihre Teilnahme an der Befragung aller Kirchgänger. Auf der einen Seite kamen gewisse Wünsche der Gemeindemitglieder an das Pfarrteam deutlich zum Ausdruck, in anderen Fragen gab es eine breite Streuung. Wir haben während der Klausur des PGR Mitte Juni versucht, das, was sich an Anliegen deutlich sichtbar gezeigt hat, nach Maßgabe unserer Möglichkeiten in unseren Plänen für die kommende Zeit zu berücksichtigen.

25. Orgelsommer

Auch heuer findet er statt, der Mödlinger Orgelsommer. Ich darf Sie im Namen der Pfarrgemeinde zu den musikalisch-besinnlichen Abenden in St. Othmar einladen. Der Erlös aus den Einnahmen kommt der Erhaltung unserer Orgeln zu Gute.

SeniorenRunde in St. Michael

Aus gesundheitlichen Gründen wird Frau Herta Zwach, die zehn Jahre lang mit viel Liebe und Engagement die Organisation der SeniorenRunde in St. Michael geleitet hat, ihre Funktion zurücklegen. Ich will ihr im Namen Vieler für ihr bisher Geleistetes ein großes Dankeschön aussprechen, hoffe zugleich, dass ihre MitarbeiterInnen "am Ball" bleiben und bleibe zuversichtlich in der Hoffnung, dass sich Menschen finden, die ihre Aufgabe im kommenden September übernehmen werden. (RP)

Frühmesse am Mittwoch

Seit Anfang April wurde in der Spitalkirche vor der 8 Uhr-Messe auch eine Messe um 6:30 gefeiert. Ich bitte um Verständnis, dass diese bis auf weiteres nicht mehr stattfinden wird.

Jedermann - ein christlich geprägtes Mysterienspiel

"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt" (Mk 10,25). Mit diesen Worten warnt Jesus seine Jünger vor den Fängen des Reichtums. Im Alten Testament bereits soll bei Hiob überprüft werden, ob er auch ohne seinen Reichtum an eine Gerechtigkeit Gottes glauben kann. Die Frage, ob sich Glaube und großer Besitz vertragen, wird in der Heiligen Schrift immer wieder auf verschiedene Art gestellt. Im Neuen Testament warnt besonders das Lukasevanglium vor der Macht des Besitzes dem Besitzer gegenüber.

Aber auch ein zweites biblisches Thema ist im Jedermann präsent: Es geht um die Möglichkeit der Umkehr. Was vor Gott zählt, ist die Gegenwart - das Hier und Jetzt. Es ist nicht möglich, sich auf den Verdienstlorbeeren der Vergangenheit auszuruhen. Umgekehrt ist eine aufrichtige Umkehr trotz einer schlimmen Vergangenheit möglich, ein Umstand, der bereits im Buch Ezechiel zu finden ist und außerdem ein Leitthema der Verkündigung Jesu. Das Leben hier auf Erden ist zwar gesehen als "Existenz in der Fremde" (vgl. 2 Kor 5) und die wahre Heimat des Gläubigen ist der "Himmel"; trotzdem ist diese Lebensspanne, die "ein Jedermann" auf Erden hat, entscheidend für die Frage, wie es um das "ewige Heil" steht.

Die Situation des "Jedermann" ist in vielfacher Weise auch unsere Situation. So lädt dieses Mysterienspiel uns ein, darüber nachzudenken, wovon unser Herz beherrscht wird und ob es uns noch möglich ist, an die aufrichtige Umkehr eines Menschen (die eigene eingeschlossen) zu glauben. Der Aufführungsort des Stückes zwischen zwei altehrwürdigen Sakralbauten möge seinen Beitrag leisten, diesen Glauben in uns zu nähren. [www.jedermann-moedling.at]

Pfarrer Richard Posch

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aktualisiert am 31-Aug-2008
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