Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Oktober 2008

Pfarrer Richard Posch

Der Rosenkranz - was ist das eigentlich?

Als Rosarium kann im 13. Jhdt jede Art eines literarischen Sammelwerks bezeichnet werden. Außerdem steht hinter seiner Verwendung zur Bezeichnung einer marianischen Gebetsform der katholischen Kirche der mittelalterliche Brauch, als Kopfschmuck zur Festgarderobe einen Blütenkranz zu tragen. Auch Marienfiguren wurden mit solchen Blumenkränzen geschmückt. Auch die beim Gebet als Zählgerät dienende Perlenschnur erhält diesen Namen. In der Religionswissenschaft wird der Begriff Rosenkranz synonym auch für in anderen Religionen gebräuchliche Gebets- oder Perlenschnüre verwendet.

Die Verwendung einer Perlenschnur zum Zählen von wiederholten Gebeten und Formeln ist in der Geschichte der großen Religionen vielfach belegt. Ein Gebetskranz ist in den frühen Hindu-Religionen erstmals greifbar. Die im Shivaismus gebräuchliche Form besteht aus 84 Perlen, mit deren Hilfe unterschiedliche Mantras rezitierend gezählt werden. Nicht erst das Sprechen der Silben sondern bereits das Tragen der Kette bewirkt eine Fülle von Verdiensten. Im Buddhismus ist der Rosenkranz im Mahayana sehr verbreitet. Im Islam ist die Gebetsschnur seit dem Ende des 8. Jahrhunderts literarisch belegt; üblicherweise besteht der islamische Rosenkranz aus 3x33 Perlen. In der Praxis sind diesen drei Teilen die Anrufungen "Preis sei Gott", "Lob sei Gott" und "Gott ist groß" zugeordnet.

Die aus der Religionsgeschichte bekannte Meditationstechnik der beständigen Wiederholung heiliger Worte begegnet im Mittelalter in der Form, dass markante Psalmverse entsprechend der biblischen Zahl der Psalmen 150 mal wiederholt werden. Den nicht Lesekundigen wird als Psalmenersatz zunächst das an der Paternosterschnur gezählte Vater Unser empfohlen, seit der 1. Jahrtausendwende zunehmend das Ave Maria. Der früh erkannten Gefahr eines mechanistischen Lippengebets versuchte man durch Hinzufügung variabler Meditationsimpulse zur Ave-Reihe nach Art der Psalmenantiphone zu begegnen.

Bei den frühen Zisterziensern entwickelte sich die bis heute erhaltene Form, in der die Mariendevotion der Ave-Reihe sich mit Betrachtungspunkten aus dem Leben Jesu verbindet. Das Rosenkranzgebet war vor allem in der Aufklärungszeit als Relikt veräußerlichter Volksfrömmigkeit der Kritik ausgesetzt, wohingegen es im 19. Jahrhundert als Erkennungszeichen katholischer Orthodoxie betrachtet wurde. Unter Papst Leo XIII wurde der Monat Oktober zum "Rosenkranzmonat" erklärt.

Pfarrer Richard Posch

Gemeindeabend "PAULUS"

Am Freitag, dem 3. Oktober findet in St. Michael, Weißes Kreuz-Gasse 66, um 19:30 ein Gemeindeabend statt, der sich an die ganze Pfarrgemeinde richtet. Es gibt eine Einführung des Pfarrers über den hl. Paulus. Anschließend wird für Speis und Trank gesorgt!

Ein Jahr Labyrinth

Ein Jahr Labyrinth vor St. Othmar, das möchten wir mit einer Ausstellung im Karner und mit passenden Veranstaltungen feiern.

Am Sonntag, dem 26. Okt, kommt Herr Gernot Candolini, ein Labyrinthfachmann aus Innsbruck, um 16 Uhr zum Labyrinth. Am selben Tag um 19:30 Uhr hält er einen Diavortrag zum Thema "Labyrinthe" im evangelischen Lichthaus, Scheffergasse 8.

Am Montag, dem 27. Okt, findet um 19:30 Uhr ein Gebet im Labyrinth statt, vorbereitet von Pfarrerin Anne Tikkanen-Lippl.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den aufliegenden Foldern.

Mutter-Kind-Treffen

Unsere Mutter-Kind-Gruppe trifft sich wieder, allerdings nicht mehr am Freitag Vormittag, sondern ab sofort am Dienstag von 15h bis 17h im Pfarrheim, Elisabethstr. 28. Es kommen Kinder von 0-4 Jahren mit ihren Müttern zum Spielen, während die Mütter beim Kaffee plaudern können. Interessierte können in der Pfarrkanzlei Näheres erfahren, Tel. 22380 oder unter pfarrkanzlei@othmar.at

FIRMUNG 2009

Zum Empfang der Firmung können sich alle Katholiken anmelden, die im Jahr 2009 das 14. Lebensjahr vollenden (aber auch älter sind) und den Religionsunterricht besuchen. Die persönliche Anmeldung zur Firmvorbereitung ist Mittwoch, den 8.10. und Donnerstag, den 9.10. jeweils zwischen 17 und 19 Uhr in der Pfarrkanzlei, Pfarrgasse 18, möglich. Bitte dafür den Taufschein, Meldezettel, ein Passfoto und € 25.- mitnehmen (beinhaltet die Kosten für das Firmlager und den Firmtag). Weitere Informationen und Termine werden bekanntgegeben. Wer zu den Anmeldeterminen nicht kommen kann, möge sich telefonisch unter 02236/22380 oder bei richard.posch@othmar.at melden.

Da es nur eine beschränkte Anzahl von Firmbegleitern gibt, bitte ich um Verständnis, dass wir nur Firmkandidaten, die im Pfarrgebiet von St. Othmar wohnen, anmelden können.

Zu den Terminen vom Oktober 2008 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 25-Okt-2008
Mitteilungen bitte an webmaster@othmar.at