Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Februar 2009

Pfarrer Richard Posch

Paulus ... und die Frauen?

Damit assoziieren in einer Zeit fortschreitender Frauenemanzipation nicht nur feministische Theologinnen meist spontan Chauvinismus, Frauenfeindlichkeit, patriarchale Unterdrückung. Um es gleich vorwegzunehmen: Nichts wird Paulus weniger gerecht als diese Etikettierungen. Doch lässt sich eine solche Fehleinschätzung vermeiden oder wenigstens korrigieren. Dazu bedarf es allerdings einer differenzierten Wahrnehmung der unter dem Namen des Paulus überlieferten Briefe.

So ist es in der neutestamentlichen Forschung schon lange Konsens, zwischen den sog. Protopaulinen bzw. echten Paulusbriefen (1 Thess, 1.2 Kor, Gal, Röm, Phil und Phlm) und den sog. Deuteropaulinen (Kol, Eph, 2 Thess, Past [1.2 Tim, Tit]) zu unterscheiden. Die Deuteropaulinen sind Briefe, die sich nach dem Tod des Apostels an die von ihm gegründeten Gemeinden (bzw. im Fall der Pastoralbriefe an deren Leiter) wenden. Unter Berufung auf seine Autorität werden jetzt Weisungen in eine sich stetig wandelnde Gemeindesituation hinein ausgesprochen.

Im Blick auf Stellung und Funktion von Frauen in paulinischen Gemeinden ist dabei eine zunehmende Verengung der Spielräume in den rund fünf Jahrzehnten von Paulus bis zu den Pastoralbriefen am Ende des 1. Jh. n. Chr. zu beobachten. Dies wirft Fragen auf. Zunächst: Welche Möglichkeiten aktiver Mitarbeit in den Gemeinden standen Frauen eigentlich offen? Gab es dabei signifikante Unterschiede zu den Männern? Sodann: Was veranlasste den Verfasser der Pastoralbriefe, sich nachdrücklich für eine massive Verdrängung von Frauen aus gemeindlichen Funktionen einzusetzen? Welche Ansatzpunkte boten sich ihm dafür?

Diesen Fragen nachzugehen ist unverzichtbar. Entwicklungen samt ihren Voraussetzungen zu erkennen, bedeutet nämlich zugleich, dem Ergebnis, zu dem sie führen, jeden Absolutheitsanspruch zu nehmen.

Mehr Information dazu am 19. Februar um 19.30 Uhr in St. Michael beim Gemeindeabend mit Dr. Andrea Taschl-Erber.

Pfarrer Richard Posch

Stundengebet in der Fastenzeit

Nach dem Aschermittwoch treffen wir uns wieder Montag bis Samstag um 6.30 Uhr in der Pfarrkirche, und beten gemeinsam die Laudes. Erstes Treffen: Donnerstag 26. Februar.

Erweitertes Gemeindeblatt

Ab März ist geplant, ein ab dann vierteljährlich erscheinendes Blatt unter der Bezeichnung Pfarrnachrichten herauszugeben. Es wird damit einem Wunsch entsprochen, mehr über das Geschehen in der Pfarrgemeinde zu informieren. In den Monaten dazwischen erscheint das Gemeindeblatt in seiner bisherigen Form.

Kälte ist kein Kinderspiel

Unter diesem Motto sammelt die Caritas Bettwäsche, waschbare Stoffdecken, Badetücher und Handtücher, zerlegte Gitterbetten und Schulartikel (Hefte Stifte Zeichenblöcke) nach den Sonntagsgottesdiensten am 14/15. und 21/22. Februar. Mehr Information hier...

Zu den Terminen vom Februar 2009 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 03-Mar-2009
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