Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Mai 2009

Pfarrer Richard Posch

Maiandacht und Marienverehrung - Marienmonat Mai

Die Maiandacht hat ihren Ursprung in mittelalterlicher Kreuzesfrömmigkeit; in Rheinischen und fränkischen Diözesen wird sie um 1720 als Bittandacht um gute Witterung bezeugt. Der ausschließlich marianische Aspekt der Maiandacht wird erst seit dem 19. Jahrhundert prägend. Von Italien breitet sich die Maiandacht über die Schweiz, Frankreich und Belgien nach Deutschland und Österreich aus. Bis 1860 ist die Maiandacht als bedeutendste marianische Andachtsform der Epoche wohl überall eingeführt, gefördert vor allem durch das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens 1854. Die Maiandacht umfasst sowohl privates Familiengebet als auch öffentlichen Gottesdienst. Charakteristisch ist die oft tägliche Feier mit eigenen Marienliedern. Die Marienverehrung ist der meist hymnische und bildhaft im Blick auf die "Gottesgebärerin" als Symbolgestalt des Glaubens artikulierte Ausdruck der Erfahrung einer durch die Menschwerdung des Sohnes Gottes erneuerten Humanität. Marienverehrung hat als Vorgabe den neutestamentlichen Lobpreis Marias der Mutter Jesu wegen ihrer einzigartigen Erwählung und der Antwort ihres Glaubensgehorsams. In dieser doppelten Mutterschaft wird sie in der Kirche Urbild, Fürsprecherin und Wegweiserin aller, die das Wort Gottes hörend so empfangen, erwägen und befolgen, dass in ihnen Christus und mit ihm die Gotteskindschaft Gestalt annimmt. Im Osten blieb die Marienverehrung in Bildern und Hymnen immer streng christologisch gebunden. In der Neuzeit wird Maria zur Schutzpatronin der katholischen Welt gegen den vordringenden Islam und bei der Eroberung der Neuen Welt. Kritische Theologen, vor allem aus dem Protestantismus kommende, standen der Marienverehrung von Anfang an reserviert gegenüber, weil diese Gefahr lief, die Mittlerschaft Jesus Christi zu sehr in den Hintergrund zu verdrängen.

RP

Bittprozession

Traditionell waren die Bittage und Bittprozessionen dazu da, Gott um Gnade zu bitten, um Fruchtbarkeit für Feld und Flur, um Verhütung von Hagel, Frost und anderen Unwetter. Heute beten wir nicht nur für die Früchte der Erde, sondern auch für das menschliche Schaffen und daher für unsere tägliche Arbeit und dass wir alle Arbeit haben.

Wir treffen uns am Mittwoch, den 20. Mai um 19:00 an der Ecke Windtalgasse/Schießstättenweg und ziehen entlang der Hochquellenwasserleitung durch die Weingärten.

Firmung

Am Pfingstmontag, dem 1. Juni wird der Regens der Wiener Priesterseminars, Dr. Nikolaus Krasa, um 10 Uhr in St. Othmar das Sakrament der Firmung 63 Jugendlichen spenden. Ich danke allen FirmbegleiterInnen für ihren Einsatz und wünsche den Neugefirmten Gottes reichen Segen.

Maiandacht bei der "Breiten Föhre"

Am Donnerstag, dem 28.5.2009, laden wir Sie herzlich ein zur Maiandacht. Wir treffen uns beim Richardhof. Um 19 Uhr machen wir uns gemeinsam auf den Weg zur "Breiten Föhre". Schon unterwegs werden wir uns Gedanken über Maria machen.
Die Frauenrunde

Erstkommunion in unserer Pfarre

65 Buben und Mädchen werden am 21. bzw. am 24. Mai das erste Mal die hl. Kommunion empfangen. Die Kinder wurden in den vergangenen Monaten auf den Empfang des Sakramentes der Buße (Beichte) und der Eucharistie (Kommunion) vorbereitet. Allen Frauen und Männern, die bei der Vorbereitung der Kinder mitgemacht haben, sei herzlich gedankt. Um die beiden Feste zu Festen der ganzen Gemeinde werden zu lassen, sind sie alle herzlich dazu eingeladen.

Zu den Terminen vom Mai 2009 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 07-Jul-2012
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