Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Oktober 2009

Pfarrer Richard Posch

Wie im letzten Gemeindeblatt versprochen gibt es auch jetzt wieder (anlässlich des Priesterjahres) weitere Gedankensplitter zum Thema Priester.

Wieder kommentiere ich Zitate des Neutestamentlers Klaus Berger:

"Der Priester ist dazu berufen, im umfassenden Sinn ein lebendiges Stück Anschauung für christliche Existenz zu sein (Hier ist nicht unbedingt von Vorbild die Rede), ähnlich wie es gegenüber den sesshaften Christen des Anfangs (die es immer gab) die wandernden Boten des Glaubens waren. Der Priester ist im besonderen Sinn der Erbe der Wandercharismatiker des Anfangs."

Auch wenn ich selber ein Mensch bin, der gerne reist, ist hier klar, dass es hier um ein anderes "Unterwegssein" gehen muss. Es geht hier sicher auch um geistige Mobilität, die auch Wachsamkeit genannt werden könnte.

Aber die Tradition, dass etwa ein Jesuit von einem Einsatzort zum Nächsten nur mit zwei Koffern ziehen darf, hat für mich als Pfarrer, der ich bei meinem letzten Umzug vier Klein-LKW Fuhren von meiner letzten Pfarre hierher mitgenommen habe, etwas bewundernswertes. Die Forderung, dass man nicht zum Sklaven seines Besitzes werden darf, hat schon eine lange Tradition im Christentum

"Dabei ist das Wandern nicht unbedingt wörtlich zu nehmen. Das ist übrigens eine Antwort darauf, warum in den drei ersten Evangelien die Wandercharismatiker, die "alles aufgaben", in der Nähe Jesu dargestellt werden - und nicht die sesshaften Christen, die es zur Zeit der Evangelisten jedenfalls sicher auch schon gab, allein schon deshalb, weil jemand die wandernden Glaubensboten aufnehmen und verpflegen musste. Die Apostel in der Nachfolge Jesu waren das Bild, das Orientierung gab".

Ein immer wieder umstrittenes Zeichen für die Verfügbarkeit ist die Ehelosigkeit, die dem Priester in der römisch-katholischen Kirche vorgeschrieben ist. Es muss ganz nüchtern gesagt werden, dass der Verzicht auf Ehefrau und Familie die physische Mobilität leichter macht. Allerdings glaube ich daran, dass ein guter Ehemann auch ein guter Priester wäre.

Richard Posch

Michaelsfest am 16. Oktober um 18.30

Wir freuen uns mit Frau Ingrid Klein, dass sie einen päpstlichen Orden verliehen bekommt für ihre vielfältigen Aufgaben, die sie weit über die Pfarrgrenzen hinaus erfüllt hat. In unserer Pfarre war sie lange Zeit stellvertretende Vorsitzende des PGR und maßgeblich am Aufbau der Gemeinde in St. Michael beteiligt.

Am Tag der Ordensverleihung ist die ganze Pfarrgemeinde eingeladen, nach St. Michael zu kommen. Gemeinsam mit Prälat Müller halten wir eine Andacht, um anschließend den Abend bei gemütlichem Beisammensein ausklingen zu lassen.

Michaela Moser

Neuer Kaplan stellt sich vor

Seit 1. September bin ich Kaplan in der Pfarre Mödling-St. Othmar. Es ist mein drittes Jahr in Österreich. Vor zwei Jahren hat mich unser Ordensoberer in dieses schöne Land gesandt. Ich gehöre dem Orden der Resurrektionisten an, der seinen Auftrag darin sieht, das Evangelium zu verkünden und die Menschen zum befreienden Glauben an den Auferstandenen hinzuführen. Ich bin 1997 in meiner polnischen Heimat zum Priester geweiht worden. Zehn Jahre habe ich als Priester in Polen gewirkt - sieben Jahre in Pfarren und drei Jahre als Lehrer und Erzieher im Kleinen Seminar von Posen. Selber komme ich aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Posen. In meiner Freizeit verfolge ich gerne die Übertragungen meines - in Polen sehr bekannten - Lieblingssports "Speedway". Ansonsten interessiert mich Besichtigen und das Kennenlernen neuer Kulturen.

Hier werde ich zuständig sein für die Jugend und für die Ministranten.

Ich freue mich, dass ich in Mödling bin und hoffe auf gute Zusammenarbeit mit der Pfarre Mödling-St. Othmar, genauso wie in meiner früheren Pfarre im 3. Wiener Bezirk, die auch St. Othmar heißt. Ich wünsche meinen Mitbrüdern und Mitschwestern alles Gute zum kommenden Arbeitsjahr.

P. Waldemar Novaczyk

Firmung 2010

Zum Empfang der Firmung können sich alle Katholiken anmelden, die im Jahr 2010 das 14. Lebensjahr vollenden (aber auch älter sind) und den Religionsunterricht besuchen. Die persönliche Anmeldung zur Firmvorbereitung ist Mittwoch, den 14.10. und Donnerstag, den 15.10. jeweils zwischen 17 und 19 Uhr in der Pfarrkanzlei, Pfarrgasse 18, möglich. Bitte dafür den Taufschein, Meldezettel, ein Passfoto und € 25.- mitnehmen (beinhaltet die Kosten für das Firmlager und den Firmtag). Weitere Informationen und Termine werden bekanntgegeben. Wer zu den Anmeldeterminen nicht kommen kann, möge sich telefonisch unter 02236/22380 oder bei richard.posch@othmar.at melden. Da es nur eine beschränkte Anzahl von Firmbegleitern gibt, bitte ich um Verständnis, dass wir nur Firmkandidaten, die im Pfarrgebiet von St. Othmar wohnen, anmelden können.

Zu den Terminen vom Oktober 2009 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 26-Mar-2011
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