Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - November 2009

Pfarrer Richard Posch

1250. Todestag unseres Pfarrpatrons (Hl. Othmar) am 16. November

Aus "Stadlers Vollständigem Heiligen-Lexikon":

"Der heil. Othmar berief sich vergeblich auf das Zeugniß des Allwissenden, daß er unschuldig sei an dem Verbrechen, welches man ihm vorwerfe; er wurde verurtheilt und in die Burg Bodmann am Bodensee eingesperrt. Sogar durch Entziehung der Nahrung wurde er gepeinigt, so daß nur ein treuer Klosterbruder, Perathgoz, durch heimlich zugeführte Speise ihn am Leben erhielt. Endlich durfte der Gefangene auf Verwendung des Gutsbesitzers Gozbert von Eschenz auf die Rheininsel Werd gebracht werden, wo er unter unablässigen geistlichen Übungen am 16. Nov. 759 sein Leben beschloß". (also vor 1250 Jahren)

Aus diesem Anlass haben ich den früheren Pfarrer von St. Othmar, Prälat Wilhelm Müller, seit Oktober 2003 Propstpfarrer in Wiener Neustadt, eingeladen, mit uns das Othmarhochamt (Sonntag, 15. November um 10 Uhr) zu feiern. Der 15. November (auch der Gedenktag unseres Landespatrons Leopold) ist auch als Caritas-Sonntag vorgesehen. Dieses Anliegen passt auch in die Biographie des hl. Othmar:

"Für die Armen war er nicht bloß sehr besorgt, sondern übernahm auch deren Verpflegung am liebsten selbst, ohne dieselbe an Andere zu überlassen. Von dem Armenhause abgesondert, errichtete er ein eigenes Hospiz für die Aussätzigen, welchem er seine persönliche Sorge so sehr zuwendete, daß er oft in den Nachtstunden das Kloster verließ, um die Siechen mit bewunderungswürdiger, gottseliger Hingebung zu pflegen. Er wusch ihnen Kopf und Füße, trocknete eigenhändig deren Eiter ab und reichte ihnen die nöthige Nahrung".

Wir (vom Pfarrteam) erlauben uns, den Caritas-Sonntag um eine Woche vorzuverlegen, also zum Erntedankfest am 8. November. Dazu wird es eine eigene Aktion geben, die unten von Diakon Günter Wöss erläutert wird.

Richard Posch

ERNTEDANKFEST

Erntedankfest, dieses uralte Fest ist auch in der heutigen Zeit fest verankert in den Köpfen und Herzen der Menschen und das mit vornehmlich positiven Gedanken. Erntedankfest hat in Mödling dank der Winzer eine gute Tradition. Wir danken Gott für unser Leben, das Glück und die Gnade hier - in diesem Teil der Erde - geboren zu sein. Wir danken für die vielen guten Gaben und den reichen Segen. Im Bewusstsein: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan" werden wir uns beim heurigen Erntedankfest am 8. November, in der Gabenbereitung an die Tradition der Urkirche anlehnen.

In den ältesten christlichen Gemeinden ist die Bereitung der Gaben noch sichtbarer und greifbarer gewesen. Da die Messfeier zugleich mit einem Sättigungsmahl, dem geschwisterlichen Mahl, das vor allem für die Armen der Gemeinde eine reichliche Mahlzeit sein sollte, verbunden gewesen ist, hat man vor dem Altar alles für den Lebensunterhalt Notwendige hinterlegt: Brot, Öl. Reis, Früchte, Wachs, Wein und Honig usw. Jeder hat das gebracht, was er wollte und konnte, was er manchmal selbst für sich auch gebraucht hätte. Es waren Gaben aus dem Herzen und ohne Vorbehalte für jene, die fast gar nichts hatten.

Unsere Gemeinde von St. Othmar in Mödling wurde ersucht zur Gabenbereitung Haltbar-Lebensmittel mitzubringen, die wir dann gerne den Obdachlosen der Sozialstation am Südbahnhof und dem Projekt LEO - Lebensmittel und Orientierung der Caritas der Erzdiözese Wien zur Verfügung stellen werden. Dieses Projekt lindert die akute Not von 5000 armutsbetroffenen Erwachsenen und Kindern in Wien und bietet zudem nachhaltige Unterstützung beim Weg aus der Armut.

Günter Wöss

STUNDE DER BARMHERZIGKEIT

Das Licht der Kerzen erhellt den Kirchenraum: Ab November lädt die Pfarre jeden 3. Freitag im Monat zu einer Stunde der Barmherzigkeit um 19:30 in St. Othmar ein. Es ist ein Abend, geprägt von der Atmosphäre der Ruhe und der Anbetung. Christus ist im eucharistischen Leib gegenwärtig. Wir dürfen einfach in seiner Gegenwart verweilen, jedem von uns gilt seine bedingungslose Liebe. Priester bieten an diesem Abend das Sakrament der Versöhnung an. Vergebung ist wesentlich verbunden mit unserer Umkehr und der erneuten Hinwendung zu Christus und seinem Vater im Heiligen Geist. Kerzenschein, Musik und kurze Texte bieten den Rahmen für eine tiefe Innerlichkeit und Mystik, deren Erfahrung Menschen jedes Alters suchen.

Manuela und Stefan Ehrhardt

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aktualisiert am 01-Jun-2014
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