Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Februar 2010

Pfarrer Richard Posch

Zwischen der Weihnachtszeit und dem Beginn der Fastenzeit liegt das Fest Darstellung des Herrn, vielfach noch als Maria Lichtmess bekannt, im Osten Hypapante (= Fest der Begegnung) genannt. Maria und Josef bringen Jesus "vor den Herrn". Maria entrichtet das Opfer der Reinigung wie auch das der Auslösung ihres Erstgeborenen. Jesus begegnet aus diesem Anlass erstmals dem Tempel seines himmlischen Vaters, im Tempel dem greisen Simeon und der Prophetin Hanna. Vom Hl. Geist erleuchtet, preist Simeon Jesus, den Mensch gewordenen Sohn Gottes und Messias als das "Heil", das Gott "vor allen Völkern bereitete hat, ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel".

Simeon und Hanna glauben an das Heil, und zwar so, dass es ihr Leben meint. Dies hält sie wach und lässt sie leben - dies ist ihr ganzes Leben: zu warten und auf mehr zu hoffen, als sich mit Billigem und Vordergründigem zu "begnügen" und nach Maßgabe der "normalen" Leute "zufrieden" zu sein. Die Fastenzeit lädt dazu ein, sich auf das einzulassen, was uns Kraft gibt, unseren Alltag zu bestehen.

"Habt den Alltag lieb!", hat einmal der große Theologe Karl Rahner seine Zuhörer ermahnt. Das klingt ziemlich einfach, aber es geht um mehr. Dieses "Mehr", das unserem Leben Kraft und Grund gibt, gilt es in der Fastenzeit neu für uns zu entdecken. Und wenn wir es für uns entdeckt haben, dann erst wird es gelingen, durch unser Leben das auszudrücken, "von dem wir nicht schweigen können", dann können wir als Christen missionarisch wirken. Dann kann die Fastenzeit eine Zeit der Gnade für uns, aber auch für unsere Mitmenschen werden. Ich wünsche uns allen, in dieser Fastenzeit eine "Geisterneuerung".

RP

Drei Filmabende rund um die Passion in der Fastenzeit.

Allein schon die Tradition der Kreuzwegandachten markiert die immer wieder geforderte Auseinandersetzung mit dem Leiden Jesu in der Fastenzeit. Neben den Kreuzwegandachten werden heuer in St. Michael drei Filme gezeigt, die sich auf ihre je eigene Weise mit dem Passionsgeschehen auseinandersetzen. Es sind alle drei Spielfilme, die, wie alle Filme, wo es um zentrale Glaubensfragen geht, als "nicht unumstritten" gelten, die aber durch ihre je eigene Botschaft den Betrachter zu persönlicher Stellungnahme aufrufen. "Jesus Christ Superstar" (4. März), die Verfilmung des gleichnamigen Musicals von Andrew Lloyd Webber: seinerzeit richtete sich die Kritik auf die Frage, was für ein Jesusbild durch diesen Film verbreitet werde. "Jesus von Montreal" (18. März) versucht das Thema Passion mit freien Assoziationen zum Jesusbild des Markusevangeliums in das Montreal der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu verlegen. Kirche als Institution kommt allerdings nicht sehr gut weg. Beim dritten und "jüngsten" Passionsfilm handelt es sich um Mel Gibsons "Die Passion Christi" (25. März), ein Film der sich an die Visionen der 2004 seliggesprochenen Katharina Emmerich anlehnt und dem Betrachter einiges abverlangt. Vor dem Betrachten des jeweiligen Films gibt es eine kleine Einführung, nachher die Möglichkeit der Diskussion.

Caritas-Sachspendensammlung

Die Caritas sammelt für Menschen in Not Hygieneartikel (s. Handzettel und Plakate). Abzugeben bei allen Sonntagsgottesdiensten inkl. Vorabendmesse am 21. und 28. Februar. Am 21.2. sammeln wir auch für Krisenzentren für Kinder in der Ukraine, die oft weder lesen noch schreiben können.

Wechsel in St. Michael

Michaela Moser hat Ende des vergangenen Jahres die Leitung des St. Michael-Teams abgegeben und ihr Mandat im Pfarrgemeinderat zurückgelegt. Als Grund gab sie ihre veränderte berufliche Situation an. Sie hat ihre Ausbildung als Religionslehrerin bereits beendet und unterrichtet an mehreren Schulen. Sie ist aber weiterhin im Team St. Michael und nimmt auch verschiedene Aufgaben in St. Michael weiterhin wahr. Nachgefolgt ist ihr als Leiter des Teams Ing. Wolfgang Wess, der auch im Vorstand des Pfarrgemeinderats die Teilgemeinde vertritt. Ich danke Michaela Moser für ihren Einsatz und danke auch Wolfgang Wess für seine Bereitschaft, diese neue Verantwortung zu übernehmen.

Zu den Terminen vom Februar 2010 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 26-Mar-2011
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