Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Dezember 2012

Pfarrer Richard Posch

Die unbefleckte Empfängnis Marias

meint nicht, daß Maria Jesus jungfräulich empfangen hat oder selbst ohne männliche Mitwirkung ins Dasein getreten wäre, sondern das Dogma, dass Maria "im ersten Augenblick ihrer eigenen Empfängnis durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Urschuld unversehrt bewahrt wurde" (Pius IX in seiner Bulle Ineffabilis Deus aus dem Jahr 1854).

Biblische Grundlage sind solche Texte, die von einem durch Gottes Gnade bewahrten "heiligen Rest" Israels sprechen, sowie solche, die heilsgeschichtlich bedeutsame Dienste im erwählend befähigenden Ratschluss Gottes verankert sehen, so die im Mutterleib anhebende Berufung des Propheten (so z.B. bei Jeremia und Jesaja) und des Täufers. Ähnlich erscheint der im Neuen Bund offenbar werdende Auftrag der Kirche: diese ist vor aller Zeit dazu bestimmt, im Wirkbereich Christi gerecht und heilig zu leben. Das neue Leben mit Christus ist ausdrücklich Erwählung Gottes. Im Lukasevangelium wird Maria als befähigtes Geschöpf Gottes gesehen; sie ist die von ihm erwählte Mutter des Erlösers. Nicht nur dieser Dienst, auch die Bereitschaft, ihm zu entsprechen, ist für Maria geschenkte Gnade. Gott selbst ermöglicht ihr die Erfüllung ihres Auftrags, indem er mit ihr ist.

Gottes Ratschluss zur Inkarnation umgreift die menschliche Mutter des Erlösers: auf ihn hin ist sie gewollt und auch geschaffen. Vom Beginn ihres Daseins ist sie in die heilbringende Gnade ihres Sohnes einbezogen. Damit ist das positiv ausgedrückt, was die Bewahrung vor der Erbsünde negativ formuliert.

Das um 700 entstandene byzantinische Fest "Empfängnis der hl. Anna" vom 9. Dezember, gelangte über Unteritalien nach England und Frankreich, wo es den Akzent wechselte und von Sixtus IV 1476 für diese Regionen als "Fest der Empfängnis der unbefleckten Maria approbiert wurde. 1708 wurde das Fest auf die ganze römische Liturgie ausgedehnt und 1854 feierlich dogmatisiert.

Pfarrer Richard Posch

Rorate und Morgenlob im Advent

Bis einschließlich Montag, dem 24. Dezember feiern wir ab 3. Dezember in der Spitalkirche um 6:30 Uhr die Roratemesse. Anschließend beten wir die Laudes aus dem kleinen Stundenbuch. An Dienstagen wird auch in St. Michael um 6:30 Uhr die Rorate gefeiert.

Adveniat

Bitte um Beachtung des Programms (Aushänge und Flugzettel). Die meisten Hütten sollen am Sonntag, den 16. Dezember nach der 10 Uhr-Messe abgebaut werden. Wir bitten um Helfer!

Adventsingen in St. Michael am 16. Dezember

Es ist schon Tradition geworden, dass in St. Michael im Advent ein besinnlicher Nachmittag mit Advent- und Weihnachtsliedersingen stattfindet. Heuer beginnen wir um 17 Uhr mit Liedern, vorgetragen vom Singkreis St. Michael, die durch adventliche Texte aufgelockert werden. Wir haben auch diesmal wieder bekannte Lieder zum Mitsingen vorbereitet. Auf einen gemütlichen und stimmungsvollen Nachmittag, zu dem Sie alle herzlich eingeladen sind.

Dreikönigsaktion 2013

Damit wir in unserer Pfarre eine Sternsingeraktion durchführen können, ist es notwendig, dass sich genügend Kinder und Jugendliche finden, die bereit sind, diesen selbstlosen Dienst für die Nächsten zu leisten; es bedarf vor allem auch Erziehungsberechtigten, die sie darin unterstützen und motivieren: Sternsingertreffen am Dienstag, dem 11. Dezember um 17:30 Uhr im Pfarrheim. Hier kann Gewand probiert werden, hier werden Lieder und Sprechtexte verteilt. Die Sternsingeraktion wird am 6. Jänner 2013 stattfinden. Es ist außerdem geplant, bei der Kinder-Krippenandacht am 24. Dezember eine zusätzliche Sammlung für die Sternsingerprojekte durchzuführen.

Zu den Terminen von Dezember 2012 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 30-Dez-2012
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