Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Februar 2014

Pfarrer Richard Posch

Der Friedensgruß

Ich kann mich an einen Sonntag in meiner Heimatgemeinde erinnern, an dem ein Messbesucher dadurch auffiel, dass er den Friedensgruß nicht entgegennehmen wollte. Warum dies so war, weiß ich nicht. Der Friedensgruß in der Liturgie hat seine Ursprünge im Neuen Testament: Denken wir an das Wort in Mt 5,23f: Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Im Johannesevangelium gibt Jesus seinen Jüngern den Frieden als Vermächtnis: (Joh 14, 27) Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Wir dürfen aber auch an den Gruß des Auferstandenen denken, der seinen Jüngern begegnet - seinen Jüngern, die sich vor und während seiner Passion nicht gerade mutig verhalten haben: (Joh 20, 19) Der Friede sei mit euch! Zugleich erfahren die Jünger eine Stärkung durch Heiligen Geist.

Der Friedensgruß ist in der heutigen Messordnung nach dem Vater Unser vorgesehen. Wenn man das Jesuswort bei Matthäus genauer befolgen würde, könnte man den Gruß bereits vor der Bereitung der Gaben stattfinden lassen. Die hier übliche Form des Grußes ist bei uns das Reichen der Hand. Es könnte aber bei einer verbalen Äußerung bleiben. Das "Zeichen des Friedens", zu dem der Diakon auffordert, kann je nach lokalem Brauch verschieden sein. Das Friedenszeichen ist eben ein Zeichen, das auf eine tatsächliche Realität hinweisen will. Wenn die Realität nicht dem Zeichen entspricht, besteht die Gefahr, dass es zur hohlen Geste verkommt. Vielleicht hat man das Wort "Versöhnung" hinzugefügt, um die Bereitschaft zur Versöhnung einzumahnen. Das "Zeichen des Friedens" mag manchmal Anstoß erregen da, wo es eindeutig nicht ehrlich gegeben wird. Ob es ehrlicher gegeben wird, wenn seltener dazu aufgefordert würde?

Pfarrer Richard Posch

Ökumenische Veranstaltung Relektüre Sozialwort II (Kapitel 6)

Hier geht es um eine Fortsetzung der Relektüre eines Teils vom Ökumenischen Sozialwort, das ja seinen 10. Geburtstag gefeiert hat. Der Schwerpunkt an diesem Termin: Arbeit, Wirtschaft und soziale Sicherheit. Evangel. Lichthaus, Scheffergasse, 14. Februar 19:30 Uhr (Termin III am 14. März, 19:30 Uhr)

Die Caritas sammelt in unserer Pfarre für Menschen in Not (16. Februar nach allen Sonntagsmessen)

Was wird gesammelt?
Hygieneartikel: Duschgels, Zahnpasta und Zahnbürsten, Einwegrasierer, Rasierschaum, Seife, (Bitte nur neuwertige Artikel!)
Hand- und Badetücher (Bitte gewaschen)
Bettwäsche (Überzüge und Leintücher)

Fußwallfahrt nach Mariazell

Auch im Jahr 2014 gibt es die Möglichkeit, an unserer Fußwallfahrt nach Mariazell teilzunehmen (25.4. 12:00 ab Heiligenkreuz bis zum 28.4. 19:00 Mödling). Anmeldungen bei Heidi Wimmer bis Mitte Februar!

Beichte und Aussprache: nach Absprache
Pfarrkanzlei: Di, Do 9:00-12:00 und Do, Fr 16:00-18:00 Uhr
Sprechstunde des Pfarrers: Do 17:00 - 18:00 Uhr

Zu den Terminen von Februar 2014 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...


aktualisiert am 01-Mar-2014
Mitteilungen bitte an webmaster@othmar.at