Gemeindeblatt der Pfarre Pfarre St. OthmarSt. Othmar - Februar 2015

Pfarrer Richard Posch

Ist der Gott der Christen auch "Allah" der Muslime?

Im Jahr 1965 fand in Köln ein Ereignis statt, das heute schwer vorstellbar wäre: Der Dom wurde geöffnet für muslimische Gastarbeiter, die ihre Teppiche mitnahmen um an diesem Ort zu beten. Es war eine Geste, die damals nicht unumstritten war, die Situation der Kirche in Deutschland war zweifellos eine andere, als sie heute ist und es hatte gerade das Zweite Vatikanische Konzil stattgefunden, wo betont worden war, dass "die Kirche mit Hochachtung die Muslime betrachtet, die den Alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat". Es wurde dazu aufgerufen, sich um ein gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit und der Freiheit für alle Menschen. Es gab und gibt auch Beispiele dafür, wo so ein Zusammenleben der Menschen beider Religionen möglich war und ist; es darf nicht übersehen werden, dass es ab den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine stärker werdende Strömung des politischen Islam gegeben hat, für die das Wort Toleranz zweifellos nicht existiert. Von Europäern, die in islamisch geprägten Ländern leben, in denen aber auch das Christentum präsent ist, habe ich erfahren, dass dort lebende Christen die Bezeichnung Allah gemeinsam mit den Muslimen verwenden. In Malaysia, einem islamisch geprägten Land, in dem auch Christen leben, wurde unlängst das Wort Allah nur für Muslime erlaubt, was das Klima inzwischen negativ beeinflusst hat. Ich glaube dennoch dass ein Konsens darüber, wie das Verhältnis zwischen "Gott" und Allah" ist, dazu beitragen könnte, den schwierigen Weg des Dialogs, den es meiner Meinung nach geben muss, etwas zu erleichtern. Es ist der Weg der Kirche gewesen, diesen Dialog zu führen, der von einem gegenseitigen Respekt geprägt sein muss. In diesem Zusammenhang kann ich mich an die Worte von Papst Johannes Paul II während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien erinnern: Durch die Grausamkeiten, welche Menschen einander zufügen, wird Gott (oder Allah) ins Gesicht gespuckt! Dem ist nichts hinzuzufügen.

Pfarrer Richard Posch

Familie - ein Relikt der Vergangenheit oder der Ort geglückten Lebens?

Unter diesem Thema wird Prof. Karl Essmann einen Einkehrtag am Beginn der Fastenzeit halten. Das Thema ist aufgrund des gesellschaftlichen Wandels der in Westeuropa stattfindet, höchst aktuell. Während die Statistiken angeben, dass eine intakte Familie der Wunsch eine großen Mehrheit ist, gibt es Strömungen, die das traditionelle Familienbild radikal in Frage stellen. Samstag 21. Februar um 14.30 Uhr im Pfarrheim (Europaplatz)

Caritas Sammlung am Anfang der Fastenzeit (21./22. Februar in allen Gottesdiensten)

Unter dem Motto "Not sehen und handeln" führt die Caritas eine Sammlung in den Pfarre durch. Bei aller Not der Menschen, mit der wir durch die Medien konfrontiert werden, besteht die Versuchung einfach wegzuschauen. Wir dürfen uns der Wahrheit stellen, wie sie ist. Und es gibt Not, auch in Ländern, über die in den Medien wenig berichtet wird. Ich bitte darum, ein Zeichen zu setzen und den Menschen finanziell unter die Arme zu greifen, die unmittelbar an Ort und Stelle helfen, Not zu lindern und Leben zu ermöglichen!

Gastprediger in St. Michael

St. Michael ist eine besondere Gemeinde, die im kommenden April ihr 40-jähriges Jubiläum feiern wird. Aus diesem Anlass haben wir an einigen Sonntagen Gäste eingeladen, die in der Verkündigung ihre Gemeindeerfahrungen mit einfließen lassen. Nachher kommen wir miteinander ins Gespräch. Den Anfang macht am 22. Februar Pfarrer Gottfried Klima, der selber aus Mödling-St. Othmar stammt und inzwischen auf eine lange Pfarrerfahrung zurückblicken kann. Als Schluss und Höhepunkt am 26. April wird Weihbischof DDr. Helmut Krätzl mit uns das Kirchweihfest feiern.

Beichte in der österlichen Bußzeit

An Donnerstagen wird in der Spitalkirche zwischen 15 und 18 Uhr das Allerheiligste ausgesetzt. Es wird auch während dieser Zeit (genaue Zeiten werden angegeben werden) möglich sein in der Fastenzeit (also nach dem 18. Februar) das Sakrament der Versöhnung zu feiern.

Zu den Terminen von Februar 2015 hier...
Alte Gemeindeblätter und vergangene Termine finden sie im Archiv...

aktualisiert am 08-Mar-2015
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