Hl. Ägidius


Hl. Ägidius

Hl. Ägidius, Schnitzaltar der
Spitalkirche in Mödling

Der hl. Ägidius (Aegydius) ist der Patron der Spitalkirche in Mödling.

Er ist einer der 14 Nothelfer, sein Name bedeutet der Schildträger (griechisch Ägidios). Der Gedenktag des hl. Ägidius ist am 1. September.

In der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts soll Ägidius, ein vornehmer Athener, in die heutige Provence gekommen sein, wo er zunächst als Einsiedler lebte. Der Legende zufolge nährte ihn eine Hirschkuh mit ihrer Milch.

Ägidius wurde bei einer Jagd vom Pfeil des Westgotenkönigs Wamba getroffen als dieser versuchte, das Tier zu erlegen. Um seine Schuld zu tilgen gestattete der Monarch dem Verletzten, nach seiner Genesung ein Kloster zu gründen.

680 schuf Ägidius die Benediktiner-Abtei St. Gilles, der er bis zu seinem Tod als Abt vorstand.

Die Legende ließ ihn den Sohn des Fürsten von Nîmes zum Leben erwecken.

In Rom warf er unter Gebeten die ihm vom Papst für sein Kloster geschenkten Türen aus geschnitztem Zypressenholz in den Tiber, er fand sie tatsächlich nach seiner Rückkehr im Hafen seines Klosters wieder.

Als ein Klosterbruder an der Jungfräulichkeit Mariä zweifelte und drei Fragen in den Sand schreib, erblühten als Antwort des Ägidius drei weiße Lilien aus dem dürren Boden.

Hl. Ägidius

Hl. Ägidius,
Spitalkirche in Mödling

Nach anderen Legenden bemühte sich Karl der Große, - er lebte fast 100 Jahre später - um die Fürbitten Ägidius': Ein Engel brachte danach einen Zettel mit der bestätigten Sündenvergebung auf den Altar, an dem Ägidius sein Amt versah.

Seitdem gilt Ägidius als Beistand einer guten Beichte und Vergebung und zählt als solcher zu den 14 Nothelfern.

Sein Tod wurde ihm im voraus verkündet. Er starb am 1. September 720. Die Gebeine von Ägidius liegen heute in Toulouse.

Weitere Informationen auf www.heiligenlexikon.de: Ägidius



aktualisiert am 31-Aug-2008
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