Hubert Wilfan +

Prof. Hubert Wilfan am 6. Nov. 2004 in Mödling

Prof. Hubert Wilfan
am 6. Nov. 2004 in Mödling

Am 1. November 2007 starb Prof. Hubert Wilfan. Der im Jahr 1922 in Feldkirchen (Kärnten) geborene Künstler schuf wesentliche Elemente für die in den Achzigerjahren neu gestaltete Othmarkirche:

  • Volksaltar (Der Auferstandene am See von Tiberias und Die Heimholung des Leichnams des hl. Othmar)
  • Ambo (Das Gleichnis vom Sämann)
  • Vortragekreuz
  • Kerzenständer für die Osterkerze
  • Details und Fotos hier...
  • Baldachin auf dem Sakramentshäuschen (Der brennende Dornbusch)
  • Details und Fotos hier...
  • Othmarstatue am Kirchenplatz
  • Details und Fotos hier...
Parte Hubert Wilfan


Hubert Wilfan wurde am 11.12.1922 in Feldkirchen, Kärnten, geboren.
Seine Eltern besaßen dort ein Gasthaus mit Bäckerei.
Er wuchs wie ein Einzelkind auf - die drei Geschwister waren wesentlich älter.
Als er 5 Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Graz, wo er Volksschule und Gymnasium bis zur Matura besuchte.
Seine Eltern zeigten für die frühe künstlerische Begabung des Sohnes viel Verständnis. So konnte er neben der Schule auch den offenen Lehrsaal der Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule besuchen.

1941 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und kam in den Norden Finnlands.
1945 heiratete er die Norwegerin Lillian Vigrestad, die er in Oslo in einem Lazarett kennengelernt hatte. Sie ging mit ihm nach Graz.
1946 und 1947 arbeitete er in einer Werkstätte für Kirchenbildhauerei.

1948 wechselten sie den Wohnsitz nach Wien, wo Wilfan an der Akademie der Bildenden Künste studierte, erst bei Prof. Santifaller, zuletzt bei Prof. Wotruba, bei dem er 1952 das Diplom erwarb.
Seitdem ist er als freischaffender Künstler tätig und hatte von 1966 bis 1982 zusätzlich eine Professur an der HTL Wien (Freihandzeichnen, Bildhauerei und Stuck- im weiteren Sinne "Kunst am Bau").

Seine beiden Kinder, 1952 Signe-Brigitt und 1957 Heimo, sind auch auf verschiedenen Gebieten künstlerisch aktiv.

Die Begegnung mit der Anthroposophie Ende der 50er Jahre hat seine künstlerischen Aussagen vertieft und bereichert. Er unternahm Studienreisen durch ganz Europa. Mit der Familie verbrachte er immer wieder längere Zeit in Norwegen.

Viele öffentliche und private Austräge führte er aus. Einzel- und Kollektivausstellungen im In- und Ausland machten seine Arbeiten bekannt.
Seit 1978 ist er Mitglied des Wiener Künstlerhauses.
1983 erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Wien.
1992 bekam er von der Österreichisch-Norwegischen Gesellschaft die Ehrenmedaille für seine Bemühung um die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
1992 wurde ihm vom Wiener Künstlerhaus der "Goldene Lorbeer" verliehen.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen in Wien-Grinzing.

["Hubert Wilfan", Tusch Verlag, Vorwort von Prof. Dr. Dieter Ronte]



aktualisiert am 22-Nov-2007
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