Fußwallfahrt der Pfarre St. Othmar
von Mödling nach Heiligenkreuz

am 17. September 2006

Es war noch dunkel, ein kühler Wind blies vom Kalenderberg herab, als sich um 6 Uhr früh 22 Frauen, Männer und Jugendliche mit Pfarrer Richard Posch vor der Othmarkirche versammelten. Es war dies der Beginn der traditionellen Fußwallfahrt von St. Othmar nach Heiligenkreuz. Die Wallfahrt war die erste Veranstaltung im Rahmen des Jahresthemas des neuen Arbeitsjahres: UNSER GLAUBENS-JA(HR).

Kurz nach dem Aufbruch fiel uns auf, dass es schon merkbar heller war als bei vergangenen Wallfahrten. Das lag daran, das die diesjährige Wallfahrt um eine Woche früher stattfand als üblich.

Bei der Urlauberkreuz-Kapelle vergrößerte sich unsere Gruppe um drei Personen. Das Thema der Andacht war Abraham, der Stammvater des Glaubens. Es ist schwer verständlich, dass von Abraham verlangt wird, seinen Sohn zu opfern. Aber das Entscheidende ist, dass ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zurief: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Gott will kein Menschenopfer.
Texte...

An dieser Stelle standen schon im Mittelalter Wegkreuze. In vergangengen Jahrhunderten nahmen Menschen, die auf der Via Sacra nach Mariazell unterwegs waren, an dieser Stelle Abschied - Urlaub - von Wien. Für viele dieser Menschen war eine Wallfahrt der einzige Urlaub in ihrem Leben. 1825 ließ Fürst Liechtenstein die Kapelle erbauen. Dargestellt sind die vier Evangelisten, in der Mitte der, über den sie berichten: Jesus.

Die nächste Rast war wie immer bei der Kuhheide am Gießhübl. Bei der Andacht machten wir uns Gedanken über die Nachkommen Abrahams und deren Glauben. Abraham und seine Frau Sara wurden trotz ihres hohen Alters Stammeltern zahlreicher Völker.
Texte...

Rast am Gießhübl

Rast am Gießhübl

Vor einigen Jahren konnten wir bei der Kuhheide den Start eines Heißluftballons beobachten. Diesmal stand dort ein Zirkuszelt, dahinter weideten Kamele.

Oben auf der Höhenstraße vergrößerte sich unsere Gruppe um zwei weitere Wallfahrer. Beim Rastplatz Seewiese waren einige enttäuscht, dass sich hier nicht wie üblich eine Labestation befand, wo man Schmalzbrote bekommen konnte. Der Grund war einfach, dass wir heuer eine Woche vor dem Wandertag unterwegs waren.

Wir hörten hier den Bericht jener Frau, deren Glaube so groß ist, dass Jesus ihre Tochter heilt.
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Unterwegs besserte sich das Wetter zusehends. während es in der Früh noch sehr grau war und sogar nach Regen aussah, kam immer mehr die Sonne hervor, in Heiligenkreuz war der Himmel dann strahlend blau.

Bei der letzten Andacht vor dem Abstieg nach Heiligenkreuz, beim sogenannten Russenkreuz, hörten wir in der 2. Lesung, die für diesen Sonntag vorgesehen ist, dass dem Glauben auch die Werke nachfolgen müssen: der Glaube ist tot ohne die Werke.
Texte...

Rast beim Russenkreuz

Rast beim Russenkreuz

In der Kapelle des Collegium Rudolphinum in Heiligenkreuz feierten wir abschließend die Heilige Messe, gemeinsam mit einigen Pfarrmitgliedern, die mit dem Auto nachgekommen waren. Auch unser Kaplan Andrzej Prochniak feierte mit uns. Folder wurden verteilt, die über das Jahresthema informieren: UNSER GLAUBENS-JA(HR)

Hl. Messe in der Kapelle

Hl. Messe in der Kapelle


Unser Weg am 17. September 2006
06:00-06:10Kirchenplatz St. Othmar0,0 km
06:30Urlauberkreuz-Kapelle, Andacht1,5 km
07:10Durchgang Autobahn A213,6 km
07:25-07:50Parkplatz Kuhheide am Gießhübl, Andacht4,6 km
08:25Ghf. Seewiese7,4 km
08:40-09:00Rastplatz Seewiese, Andacht8,0 km
09:45Burg Wildegg11,5 km
10:05Sittendorf, vor Aufstieg13,1 km
10:20Meierei Füllenberg14,2 km
10:30-10:45Russenkreuz, Andacht15,0 km
11:05Stift Heiligenkreuz17,0 km
11:30Hl. Messe in der Kapelle 

aktualisiert am 18-Sep-2006
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