1. Ökumenisches Forum am 19.1.2004

In der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen haben die ökumenischen Begegnungen in Mödling bereits Tradition. Heuer jedoch, anschließend an die 6 ökumenischen Gebete im letzten Jahr, anläßlich der 1100 Jahr Feiern von Mödling, waren erstmals alle Christen zum ökumenischen Forum eingeladen und nicht nur Presbyter, Gemeindevertreter oder Pfarrgemeinderäte. Eine besondere Einladung ging erstmals an die Altkatholiken in Mödling. Auch die Pfarre Wiener Neudorf schloss sich dieser ökumenischen Begegnung an. 
Allgemeine Informationen über die Weltgebetswoche und Ökumene hier.

Der ökumenische Gottesdienst

stand unter dem Motto "Meinen Frieden gebe ich euch" (Joh 14,23-31), wobei das Eingangsgebet, bei dem 3 Kerzen entzündet wurden, und der Friedensgruß aus der syrischen Liturgie entnommen wurde. Lesung und auch das Evangelium wurde von Laien verkündet. Der Chor der evangelischen Gemeinde Mödling lockerte den Gottesdienst musikalisch auf, der nach dem gemeinsamen Vaterunser mit Sendung und Segen endete.

 

Vorstellung und Diskussion über das Sozialwort

Photo: Katholische SozialakademieDafür konnte der Leiter der katholischen Sozialakademie Pater Alois Riedelsberger gewonnen werden. Seit vielen Jahren begleitet er das "Projekt Sozialwort" in der Steuerungsgruppe dieses Projektes.
Alles begann 1998, quasi als eine der Nachwehen des Kirchenvolksbegehrens, mit dem Gedanken, die Kirche möge doch ihre gesellschaftspolitische Verantwortung nicht nur nach Innen sondern auch nach Aussen neu formulieren. Die eigene soziale Praxis ist dabei Vorraussetzung für die Glaubwürdigkeit betonte Alois Riedelsberger. Im Jahr 1999 wurde dann am Christentag des ökumenischen Rates das Projekt "Sozialwort" offiziell von der Gemeinschaft der 14 christlichen Kirchen in Österreich angekündigt.

In der "Phase 1", der Standortbestimmung, erhoben über 500 kirchliche Initiativen und Gemeinden mittels eines Fragebogens ihren momentanen Standpunkt. Details hier .

In der "Phase 2" wurden diese Ergebnisse der Standortbestimmung gesammelt, ausgewertet und aufbereitet. In Form eines Sozialberichtes stehen sie der Öffentlichkeit nun zur Verfügung. Leider ist die gedruckte Version des Sozialberichtes bereits ausverkauft. Details hier .

Im letzten Jahr wurde dann am Vortag des Reformationstages, am 30. Oktober 2003, das Sozialwort von allen 14 christlichen Kirchen in Österreich feierlich unterzeichnet.
Es erschien dann am 1. Adventsonntag, am Beginn des neuen Kirchenjahres. Das Sozialwort gibt es derzeit in Buchform aber auch zum Download als Word-Datei. Details
hier .

Im Sozialwort nehmen christliche Kirchen östlicher und westlicher Tradition in Österreich gemeinsam Stellung zu den sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Das Sozialwort versteht sich als Kompass in einer Gesellschaft, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet: In den Bereichen Bildung, Medien, Arbeit, Wirtschaft, soziale Sicherheit und Ökologie. Das Sozialwort benennt konkrete Aufgaben nicht nur für die Kirchen sondern auch für die Politik und Gesellschaft.

Pater Alois Riedelsbergerdas Sozialwort wird vorgestelltim Pfarrsaal beim SozialwortIn Gruppen wurde diskutiert

Nach dem Impulsvortrag versuchten die über 100 interessierten Christen im Pfarrsaal dem vorgegebenen Motto gerecht zu werden: "Vom Sozialwort zu sozialen Taten". Dabei wurden die in Mödling und Wiener Neudorf bereits angelaufenen neuen Sozialinitiativen, wie Deutschkurs für Ausländer und diverse caritative Sammlungen diskutiert. Vorallem über Neues wurde nachgedacht und die Eigendynamik von konkreten Ideen konnte fast nicht gebremst werden.  Sozialstadtrat Stephan Schimanowa und Pfarrer Klaus Heine kündigten neue Initiativen an. Diese wollen wir Christen bei zwei weiteren ökumenischen Begegnungen im Frühling und Herbst konkretisieren und umsetzen. Die Bürgermeister unserer Gemeinden kündigten dazu ihre Bereitschaft im Vorfeld dieses Abends bereits an.

Bei Brötchen von der Lebenshilfe (auch ein kleines soziales Projekt) wurde noch bis spät in den Abend diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Dies ein deutliches Zeichen der gelebten Ökumene, wobei niemand der Anwesenden diese Begegnungen in Mödling mehr missen will. Alle sind froh, dass dafür seit letztem Jahr Zeit und Raum gegeben wird.

Abschließend DANKE dem kompetenten Vortragenden Pater Riedelsberger, der an diesem Abend nicht müde wurde zu erklären und zu diskutieren. Bezeichnend dafür war, dass er als Letzter unseren Pfarrsaal verließ.

In Gruppen wurde diskutiertIn Gruppen wurde diskutiertIn Gruppen wurde diskutiertIn Gruppen wurde diskutiert

Text & Fotos und die Aufbereitung der Seiten zum Sozialwort & Weltgebetswoche/Ökumene Gerhard Metz.


aktualisiert am 21-Jan-2004
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