Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: 1. Station in der Pfarrkirche Herz-Jesu

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: 3. Station vor der Waisenhauskirche

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: von der Waisenhauskirche richtung Bahnhof

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: 4. Station beim Bahnhof

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: 5. Station vor dem Musuem

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: durch die Herzoggasse zum Schrannenplatz

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: vor der Spitalkirche

Ökumenischer Stadtkreuzweg 2005 in Mödling: 6. und letzte Station in der Spitalkirche

1. Station, in Herz-Jesus: 
Jesus wird zum Tode verurteilt

Lk 23, 22-25: Zum dritten Mal sagte er zu ihnen: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich habe nichts feststellen können, wofür er den Tod verdient. Daher will ich ihn auspeitschen lassen und dann werde ich ihn freilassen. Sie aber schrien und forderten immer lauter, er solle Jesus kreuzigen lassen, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich durch: Pilatus entschied, dass ihre Forderung erfüllt werden solle. Er ließ den Mann frei, der wegen Aufruhr und Mord im Gefängnis saß und den sie gefordert hatten. Jesus aber lieferte er ihnen aus, wie sie es verlangten.

Darum wollen wir zu Gott, der seinen Sohn aus Liebe zu uns Menschen hingegeben hat beten:

  • Bewahre uns vor Feigheit und Taubheit des Herzens!

  • Gib uns Aufrichtigkeit und Mut, für die Wahrheit einzutreten!

  • Stärke unsere Solidarität mit den Armen und Entrechteten!

  • Gib uns die Demut, das Urteil über Menschen dir, unserem Gott, zu überlassen!

2. Station, vor dem Krankenhaus
Jesus nimmt das Kreuz auf sich

Joh 19, 14-17: Es war am Rüsttag des Paschafestes, ungefähr um die sechste Stunde. Pilatus sagte zu den Juden: Da ist euer König! Sie aber schrien: Weg mit ihm, kreuzige ihn! Pilatus aber sagte zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen?  Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt.

3. Station, Waisenhauskirche
Jesus begegnet den weinenden Frauen

Lk 23, 27-29: Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder! Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben.

Fürbitten:

Lasst uns beten zu unserem Herrn für alle, die heute traurig sind, weil sie einen Menschen verloren haben, weil sie aus ihrer Heimat flüchten müssen, weil sie sich maßlos verraten und getäuscht fühlen, dass sie weiterleben können ohne Verzweiflung und ohne Resignation.

Für alle, die heute leiden müssen, die inmitten von Krieg und Bürgerkrieg leben, für die Hungrigen und die Unterdrückten, für diejenigen, die gefoltert werden, dass ihr Elend ein Ende hat, dass sie satt werden, ungefährdet und frei.

Für alle, die wir im Schatten des Todes leben und einander mit der Drohung des Todes Gewalt antun, dass wir uns auf Erden besinnen und unsere Zeit nicht sinnlos verbringen, dass wir endlich Heil und Erlösung finden.

4. Station, beim Bahnhof
Simon hilft Jesus das Kreuz tragen

Lk 23, 26: Als sie Jesus hinausführten, ergriffen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage.

Gebet:

Herr, du bis unter der Last des Kreuzes gestürzt. Wir aber wollen unser Kreuz abschütteln. Weil es uns unverdient schwer vorkommt. Oder weil wir selbständig sind. Wir wollen das Kreuz zwar tragen, aber das Gewicht und die Größe wollen wir selbst bestimmen. Wir wollen uns auch nicht helfen lassen, weil nur die eigene Leistung zählt. Herr, lass uns dankbar sein, dass du das Kreuz auf dich genommen hast, so wie es ist. Und gib uns Kraft, einander zu helfen, unser Kreuz zu tragen. Amen.

5. Station, vor dem Museum
Jesus fällt unter dem Kreuz

Ps 22, 15-16: Ich bin hingeschüttet wie Wasser, / gelöst haben sich all meine Glieder. / Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen. Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, / die Zunge klebt mir am Gaumen, / du legst mich in den Staub des Todes.

  • Wann schlägt das Mittleid mit einem, der immer wieder zurückfällt, in Verachtung um?

  • Wer nimmt sich an um jene, die gescheitert sind im Beruf, Ehe, in ihrem Glauben?

  • Gescheitert ist, wer liegen bleibt. Wer nochmals aufsteht, hat eine neue Chance!

6. Station, in der Spitalkirche
Jesus stirbt am Kreuz

Joh 3, 13-17: Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

  • Oft weiß man erst nach dem Tod, was man an einem Menschen gehabt hat.

  • Den Tod zu fürchten ist zutiefst menschlich.

  • Die Trennung durch den Tod ist kurz. Es folgt einmal die gemeinsame Ewigkeit.

 


 

Der Ökumenischer Stadtkreuzweg

am 11. März 18 Uhr 30

führte uns heuer von der Pfarrkirche Herz-Jesu über Stationen beim Krankenhaus in der Restitutagasse, dem Waisenhaus zum Bahnhof. Von dort weiter über die Hauptstrasse zum Museum und über den Schrannenplatz und durch die Elisabethstrasse zur Spitalkirche.

Anschließend gab es bei einer Agape im Pfarrheim von St. Othmar noch die Möglichkeit zu einem ökumenischen Gespräch.

Ungefähr 70 Mödlinger Christinnen und Christen der evangelischen Pfarrgemeinde, der Pfarre Herz-Jesu und der Pfarre St. Othmar gingen den ökumenischen  Stadtkreuzweg in der Fastenzeit mit.

 


aktualisiert am 13-März-2005
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